Dimensionen evangelischer Bildungsverantwortung

Evangelische Bildungsverantwortung bezieht sich als "Kommunikation des Evangeliums" (Ernst Lange) auf

  • Bildung von und in christlicher Gemeinde zur Weitergabe des Glaubenswissens im Generationenzusammenhang in Kirche und Diakonie
  • Engagement für eine umfassende Persönlichkeitsbildung aller Menschen und ein gelingendes Miteinander in der Gesellschaft in biblisch begründeter Perspektive auf den Menschen als Ebenbild Gottes unter Berücksichtigung von Religion als Dimension allgemeiner Bildung
  • das diakonisch-pädagogische Engagement zum Ausgleich systematischer Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, sozioökonomischer, kultureller, ethnischer oder religiöser Herkunft, Behinderung oder von anderen besonderen Förderbedarfen.

Wesentliche Dimensionen evangelischer Bildungsverantwortung sind das Engagement für Bildungsgerechtigkeit, Teilhabegerechtigkeit und Inklusion. Evangelisches Bildungshandeln zielt auf die Wahrnehmung von Menschen als aktiv Gestaltende in ihrer individuellen Lebenssituation unter nicht selbst gewählten Bedingungen (Ressourcenorientierung) sowie auf die Mitwirkung und Herstellung eines friedensfähigen und solidarischen Gemeinwesens.

Vgl. zum Gesamtzusammenhang: Kirchenamt der EKD (Hg.) (2009): Kirche und Bildung. Herausforderungen, Grundsätze und Perspektiven evangelischer Bildungsverantwortung und kirchlichen Bildungshandelns. Eine Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) www.ekd.de/download/kirche_und_bildung.pdf


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Publikationsdatum dieser Seite: 05.07.2018 08:57